Honorargeneralkonsulat der Republik Bulgarien

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Theater-Kooperation Russe-Osnabrück

Höhepunkt der inzwischen beendeten Kooperation bildet die gemeinsame Inszenierung

"Rustschuk - Die gerettete Zunge"
Regie Ivan Stanev

nach der gleichnamigen Biografie von Elias Canetti, in der sich deutsche Textarbeit und der choreografische Stil des Bulgarischen Theaters verknüpfen: Das Ensemble besteht aus vier bulgarischen und vier Osnabrücker Schauspielern.

Premiere
28. Januar 2011, 19.30 Uhr
emma-theater Osnabrück

Besprechung und Kritik siehe Links:

http://bit.ly/gkUdrO
http://bit.ly/dOdpvC
http://bit.ly/gmn3iC

Schauspieleraustausch des Theater Osnabrück mit dem Theater in Russe/Bulgarien

Am 7.2.2010 ist es im Rahmen der Kooperation zwischen dem Theater Russe/Bulgarien und dem Theater Osnabrück soweit: Der bulgarische Schauspieler Nikolay Dimitrov kommt zu den ersten Proben des Stücks KATZELMACHER nach Osnabrück. Er wird in der Fassbinder-Inszenierung von Henning Bock die Rolle des Ausländers Jorgos übernehmen, die am 21.3.10 Premiere im emma-theater in Osnabrück hat.

Im Austausch dazu wird der Osnabrücker Schauspieler Laurenz Leky am 20.2.2010 nach Russe reisen und für das Stück EINE HEIKLE SACHE, DIE SEELE von Dimitre Dinev proben. Die Premiere wird am 6. April in Russe stattfinden.

Laurenz Leky wird sein schon begonnenes „Internet-Tagebuch“ von Russe aus fortführen (http://www.blog.de/user/LaurenzLeky/ ). Darin wird er seine Erlebnisse und Erfahrungen, die er während der Probenzeit in Russe machen wird, dokumentieren.

Die Stimmen von Russe – Theaterkooperation zwischen dem Theater Osnabrück und dem Dramatheater Russe/Bulgarien geht in die zweite Runde!

Im Rahmen der im Fonds Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes geförderten dreijährigen Kooperation zwischen dem Theater Osnabrück und dem Theater in Russe, Bulgarien beginnt nun der nächste Projektabschnitt. Nach dem Austausch von Gastspielen zwischen beiden Theatern kommt es nun zum Austausch von Mitgliedern beider Schauspielensembles.

Nikolay Dimitrov aus Russe ist zu Proben in Osnabrück eingetroffen. Er spielt in Rainer Werner Fassbinders KATZELMACHER die Rolle des "Ausländers" Jorgos unter der Regie von Henning Bock. Auf den Proben wird auf Englisch kommuniziert, während der Aufführung jedoch auf Deutsch gesprochen. Die Premiere findet am 21.3.2010 im emma-theater in Osnabrück statt.

Ähnlich ist die Situation am Theater in Russe Ende Februar: der Osnabrücker Schauspieler Laurenz Leky wird dort in Dimitré Dinevs Stück EINE HEIKLE SACHE, DIE SEELE mitspielen. Regie führt Boian Ivanov, der u.a. auch in Frankfurt am Main studierte.
Das Stück erzählt die Geschichte des aus Bulgarien stammenden Bauarbeiter Nikodim, der bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen ist. Charon verwehrt dem Toten in Geldnöten den Eintritt ins Totenreich. Ein professionelles Klageweib, eine ukrainische Stripperin sowie Freunde und Kollegen des Verstorbenen werden zur fröhlichen Totenwache von der Witwe Pavlina engagiert. Dionysos, der Gott des Weines und der Ekstase wacht über das orgiastische Lebensfest. Mit steigendem Alkoholkonsum verschwinden die Grenzen zwischen Leben und Tod...

Die Sprache während des Probenprozesses in Bulgarien ist russisch, da sowohl der Osnabrücker Schauspieler Laurenz Leky als auch der Regisseur Boian Ivanov diese Sprache beherrschen und die Mehrheit der Schauspieler russisch besser sprechen und verstehen als deutsch. Die Premiere von EINE HEIKLE SACHE, DIE SEELE wird am 6.04.2010 am Dramatheater "Sava Ognyanow" in Russe sein.

Damit die Inszenierung des Partnertheater im jeweiligen Heimatland der Austauschschauspieler gesehen werden kann, ist ein gegenseitiger Austausch im Rahmen von Gastspielen in Vorbereitung.

Stadttheater Osnabrück und Russe / Donau

Pfeil Presseartikel der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 09.09.2009 [PDF]

Deutsch-bulgarische Theaterkooperation

Theater in Russe

Im Jahr 2009 starten das Theater Russe (Bulgarien) und das Theater Osnabrück eine dreijährige Kooperation, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes der Bundesrepublik Deutschland. Anlass des Beginns einer gemeinsamen Kooperation war der Beitritt Bulgariens in die EU (2007). Das Zusammenwachsen Europas lenkt den Blick auf jene europäischen Länder, deren Kunst und Kultur in Mitteleuropa noch weitgehend unbekannt sind. Auf Bulgarien trifft das in besonderer Weise zu. So ist am Theater Osnabrück in seiner 100jährigen Geschichte noch kein einziger bulgarischer Autor gespielt worden. Jetzt ist man neugierig auf das Fremde, auf die Kultur des jeweils anderen Landes. Der Kontakt zum Theater Russe besteht seit 2007.

Der neu ins Leben gerufene Fonds WANDERLUST der Kulturstiftung des Bundes ermöglicht z.B. gemeinsame Produktionen, Gastspiele und den Austausch von künstlerischem Personal. Das Projekt zwischen Osnabrück und Russe startet im Rahmen des deutschen Theaterfestivals "Spieltriebe 3" (4.-7.09.2009 in Osnabrück) mit einem Gastspiel des Dramatheaters in bulgarischer Sprache, Termin: 7.09.2009 auf der Studiobühne des Theaters im emma-theater. Ebenfalls im Rahmen des Theaterfestivals wird die deutsche Erstaufführung eines bulgarischen Autors in Osnabrück zu sehen sein. Der Autor erhält die Möglichkeit bereits im Juni 2009 an einem Schreibworkshop in Osnabrück teilzunehmen und Proben zu seinem Stück zu besuchen.

Domhof

Ab Oktober 2009 wird ein deutscher Schauspieler in der Inszenierung SCHNEE von Orhan Pamuk mitwirken, die in Russe produziert wird. Dramaturgen werden zu Recherchezwecken in Russe vor Ort sein und sich mit zeitgenössischer Theaterliteratur beschäftigen. Ziel ist es, ein interessantes Stück zu finden, dass in Deutschland zur Aufführung gebracht werden kann. Im zweiten Jahr wird die Aufführung SCHNEE in Osnabrück gezeigt werden. Außerdem finden Diskussionen und Workshops statt. Ein Schauspieleraustausch soll nun in umgekehrter Richtung stattfinden. Ein bulgarischer Schauspieler wird gemeinsam mit dem deutschen Ensemble in Osnabrück arbeiten. Für das dritte Jahr des auf drei Jahre angelegten Theaterprojekts ist eine gemeinsame Produktion der Theater Russe und Osnabrück geplant. Gedacht ist an einen Text des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti (1905 in Russe-1994), dessen europäische Biografie exemplarisch für das gesamte Theaterprojekt steht.

Durch diese Theaterkooperation, die zum ersten Mal in dieser Art zwischen Bulgarien und Deutschland stattfindet, entsteht die Möglichkeit, abseits der großen Zentren neue Wege und Formen der kulturellen Zusammenarbeit zu entwickeln. Neben dem künstlerischen und theaterästhetischen Austausch ist der persönliche Kontakt zwischen den Menschen beider Länder von besonderer Bedeutung, und zwar sowohl zwischen den Theaterleuten untereinander als auch in der Begegnung mit dem Publikum in Russe und Osnabrück. Durch die gemeinsame Arbeit könnte eine Verbindung und Verständigung entstehen, die weit über den Rahmen dieses Projekts hinaus wirkt.